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"Mancherorts bedeutet es eine spürbare Erleichterung im flüchtigen Überlegen, denke ich, wegen der Heimreise abgereist zu sein." Kurzinhalt Der Autor lässt sein alter ego Robert Zivkovic im autobiografischen Kriegs- und Reisetagebuch ins Dubrovnik von 1991 reisen und in fünf Jahren "zum Abschied vom Vater" kommen. Der Krieg und der 5. August 1995, als Tag des offiziellen Endes aller Kämpfe im ehemalig kroatischen Jugoslawien, werden Hintergrund einer sprachlichen Annäherung an den Vater, den sich der Sohn neu erfindet. Doch auch der unwirkliche Vater erfindet in den fiktiven Tagebüchern des Franz Zivkovic die Möglichkeiten seines Lebens neu und erschreibt sich einen Sohn. So entsteht ein Vexierspiel, eine ständige Spiegelung und Brechung der Wirklichkeit, um in einem eindringlichen Sprachteppich zu einem Aufschrei eines Ichs zu werden, in dem Vater, Sohn und Autor verschmelzen. Textauszug"Und die heutige Himmelseigenschaft namens Vor-diesem-Abend-erblaßt – erinnere ich – trieb noch durchsonnte Spätnachmittagswolken an, gleich Eisschollen, jawohl, es treiben Eisschollen aus Nachmittagswolken noch durchsonnt am wässrigblauen Himmel ab, in der Tat, im weitlichtblauen Himmel treiben in der Spätnachmittagssonne reflektierende Wolkenschollen, und gewiß, ich will nichts herauslesen, ich möchte nichts als splitterfasernackte Wolken sehen, denke ich, ich versuche weiter nichts als pure Wolken am Himmel zu erkennen, Wolken, Wolken, Wolken, und es sind Wolken, denke ich, die Meteorologen als eine Art von Schäfchenwolken eines Spätnachmittagshimmel dächten (abgezählt allerhöchstwahrscheinlich), doch es beleidigt mich nicht, wenn ich gerade wie ein Meteorologe die Wolken betrachte, und wenn ich physischen Wasserstaub der Atmosphäre zu einer Art von Auf-den-Kopf-gestelltes-Eismeer – wenn auch unausweichlich poetisch – für einen Meteorologen völlig sinnlos umdeute." |